Jobwunder Palästina Solidarität

Warum Eure Straßen voller Ausländer sind
by Kiron Monks

Ala´adin aus Al-Bireh pflegte ausländische Neuankömlinge in Palästina fröhlich zu begrüßen:“ Ach, Du bist auch hier um mein Land zu retten?“ Er liebte es die guten Vorsätze durch den Kakao zu ziehen. (…)

Während die übergroße Mehrheit der Eingereisten aufrichtig an die Sache der Befreiung glaubt, ist das weit davon entfernt der einzige Grund dieser Massenivasion zu sein. Seit die internationale Solidaritätsbewegung sich 2001 etablierte, sind mehr als 200 NGOs in der West Bank und Gaza entstanden. Ihre Anwesenheit ist der Beweis dafür, wie angenehm die Bedingungen in Palästina geworden sind.

„Palestina ist das am besten gehütete Geheimnis in der Hilfs Industrie,“ wird mir von Emily Williams, der amerikanischen Projektmanagerin einer ärztlichen NGO mitgeteilt.  „Die Leute müssen praktische Erfahrungen sammeln und Palästina hört sich cool und gefährlich an denn es kann als Kriegsgebiet beschrieben werden, aber in der Realität ist es ziemlich sicher und hat alle Annehmlichkeiten die sich die Internationalen wünschen. Die Lebensqualität ist hier um so vieles besser als anderswo, z.B. in Afghanistan, aber das erzählen wir nicht weiter, damit wir nicht abgezogen oder versetzt werden. „

Diese Lebensqualität offenbart sich mehr und mehr in den „A“ Zonen. In Städten wie Ramallah und Nablus sind teure Restaurants und mächtige Finanzunternehmen üblich. Nachtleben und Unterhaltung weiten sich aus um den internationalen Ansprüchen zu genügen.

Manchmal sind diese Ansprüche mit den lokalen Wertvorstellungen nicht vereinbar. Mehr als einmal hörte ich, unser Einfluss würde die Traditionen der palästinensichen Gesellschaft beschädigen. Die meisten Internationalen versuchen wenigstens kultursensibel zu sein, aber die Differenz kann verblüffend sein. Ich kann mit nur vorstellen, wie die West Banker sich fühlen, wenn sie uns nach Jerusalem flitzen sehen, oder nach Tel Aviv, aber diese Fahrten sind für Besucher aus dem Westen verlockend , die sich nur eine halbe Stunde entfernt (in Israel?) , mehr wir daheim fühlen können. Meiner Erfahrung nach ist dieses schuldbesetzte Vergnügen auch unter jungen Palästinensern mit den notwendigen Papieren sehr verbreitet. (…)

Es ist kein Zufall, dass der Anstieg der internationalen Besucherzahlen mit dem wirtschaftlichen Niedergang und den verschwindenden Arbeitsplätzen im Westen zusammenfallen. Mit der Zunahme der NGOs, sind hier Studienabschlüsse, die daheim nur Papier wären, Berechtigungsscheine für leitende Positionen einer wachsenden Wirtschaft…

http://thisweekinpalestine.com/details.php?id=3385&ed=193&edid=193

Aber nicht nur unsere linken Gutmenschen verbinden moralisches Handeln mit dem materiell Nützlichen, ja Angenehmen: 

http://www.youtube.com/watch?v=LN9ovLgqmlQ

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